März 2021

Der Teufel auf Ihrer Schulter: Ethik und Verhandlungen

von Paul Bradford

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Der Teufel auf Ihrer Schulter: Ethik und Verhandlungen

März 2021 von Paul Bradford

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Nachdem immer mehr zweckorientierte Marken und Unternehmen die Geschäftsethik in den Mittelpunkt stellen, stellt sich die Frage: Was bedeutet das für die Verhandlungsführung? Kann ein zielgerichteter Fokus auf Wertoptimierung neben einer ethischen Handlungsweise existieren und wenn ja, wie?

In den letzten 30 Jahren konnte man eine schrittweise Veränderung der Einstellung zur Geschäftsethik beobachten. Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein in den 1990er Jahren wuchs auch die soziale Verantwortung und Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen sich auf Gesundheit und Umwelt auswirken, wurden genauer unter die Lupe genommen. Heute stehen alle Unternehmen vor einer ähnlich kritischen Prüfung ihrer Politik in Bezug auf verantwortungsvolles Wachstum und Nachhaltigkeit. Ein geringer Kohlenstoffausstoß, erneuerbare Energien, ethische Beschaffung und ökologisch nachhaltiges Wachstum sind heute die Norm für Unternehmensziele.

Die Ereignisse im ersten Jahrzehnt des 21..Jahrhunderts führten zu einer beispiellosen Hinterfragung der Art und Weise, wie große Unternehmen geführt werden. Das Platzen der Dotcom-Blase, der Skandal, der zum Konkurs von Enron und zur Liquidation von Arthur Andersen führte, die Subprime-Krise und der -Zusammenbruch, der Bankenkollaps 2008 und die sich anschließende weltweite Rezession sind nur ein einige Ereignisse, die die Welt erschütterten. Folgen dieser genaueren Überprüfung waren eine Fülle restriktiver Gesetze und ein erhöhter Fokus auf Unternehmensführung.

Verhandeln wird in der Regel als ein auf Konkurrenz ausgerichteter Vorgang gesehen

Seit der Jahrhundertwende sehen wir auch, wie sich das „Cyber-Zeitalter", die Rechner- und IT-Kultur und die sozialen Medien auswirken. „Cyberismus" transformiert nicht nur Prozesse in den Unternehmen, er beeinflusst auch ganz maßgeblich Fragen der Unternehmensführung und des Datenschutzes. Mit der wachsenden Bedeutung der sozialen Medien geht auch eine weltweite Kontrolle einher, mit der Macht auf Unternehmen ausgeübt werden kann, ethische Grundsätze einzuhalten.

Bislang ist kein Abflauen dieser Entwicklung in Sicht. Und vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten 30 Jahre ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung weiter auf die Haltung in den Unternehmen auswirken wird. Unternehmen erkennen zunehmend die Notwendigkeit, sich der Geschäftsethik zu widmen und ihren Erfolg an mehr als nur der Profitabilität zu messen. Eine Folge war die Einführung des Triple-Bottom-Line-Ansatzes, eine Nachhaltigkeits-Formel, die auch als „People, Planet, Profit“ bezeichnet wird. Der Begriff wurde 1994 von John Elkington eingeführt. Unternehmen berichten über ihre finanzielle, soziale und ökologische Performance und erstellen damit drei unterschiedliche und voneinander unabhängige Kennzahlen. Der Dow Jones Sustainability Index berücksichtigt Unternehmen, die ihre Leistungsberichte auf der Grundlage dieses Triple-Bottom-Line-Konzepts erstellen. Diese Art der Leistungsberichterstattung berücksichtigt, dass Unternehmen Gewinne erwirtschaften müssen, um zu überleben, fördert aber gleichzeitig ein ethisches und nachhaltiges Geschäftsgebaren. Auch wenn die großen globalen Player derzeit noch nicht so agieren mögen, so gewinnt der Ansatz doch an Dynamik.

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Paul Bradford